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Ikebana-Kurse

 

Kreativkurs

 

  mit Doris Wolf (Ko En)

 

Sogetsu Teachers‘ Association, Tokyo

 

 

 

 

 

Keshiki-Ike (Landschaftsarrangement)

 In allen japanischen Künsten gilt die Natur als Ideal und Lehrmeisterin. Sie inspiriert Maler, Textildesigner, Haiku-Dichter, Gartenarchitekten und besonders Ikebana. Ikebana imitiert die Natur nicht, sondern repräsentiert sie mit einem Minimum an Material. Das gilt besonders für Landschaftsarrangements im traditionellen und freien Stil oder Installationen. Keshiki-Ike nimmt besonders auf die Jahreszeit Bezug und wird in großen Schalen gestaltet. Es genügen dazu einige Blätter, Blüten und Zweige. Mit Wasserpflanzen wie Iris, Schachtelhalm und Rohrkolben kann eine Landschaft am See dargestellt werden. Kies, wie er in Steingärten (z.B. Roan-ji) vorkommt, findet als „Wasser“ Verwendung. Steine gelten als Felsen oder Berge.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hanaguruma (Blumenwagen)

 Wagen oder Räder sind in Japan ein Glückssymbol und beliebtes Motiv in der Malerei und als Kimonomuster. Von Ochsen gezogene Wagen dienten zum Transport der Blumen an den Kaiserhof. Üppige Arrangements im Blumenwagen galten  als  Willkommensgruß für hohe Gäste. Als Kopien im Miniaturformat dienen Vasen oder Körbe, die auf Aufsätzen mit Rädern stehen. Eine Reduktion stellt die Gestaltung mit der Andeutung der Räder aus Holzscheiben oder unkonventionellem Material dar. Gebogene Linien können die Bewegung ausdrücken. Eine Ergänzung bilden Blumen, Zweige und Ranken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kumo  (Wolke), Kasumi  (Nebel)

Das "Land der Unsterblichen" ist die asiatische Variante des Paradieses. Das Motiv der nebelverhangenen Berge, in denen die Unsterblichen sorglos auf dunstigen Wolken reiten, liegt der Landschaftsmalerei der Chinesen zugrunde. Wer im Gebirge wandert, wird bei jedem Schritt an die geheimnisvolle Präsenz der Ewigen erinnert: undurchsichtige Nebelbänke, Dunst und weiße Wolken umhüllen die Felsen. Wolke und Nebel lassen sich im Ikebana u. a. durch Schleierkraut, zarte Zweige, weißes oder graues Material (auch nonfloral) darstellen. Untersätze aus Naturholz sind ebenfalls in Wolkenform bekannt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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