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Rückblick Ikebana Kurse 2026
April bis Juni 2026
Kindergeburtstag Dezember 2019
Natürlich kreativ Sogetsu 2019
Ikebana-Chronik von Ro Han und Ko En
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Ikebana-Kurse
Kreativkurs
mit Doris Wolf (Ko En)
Sogetsu Teachers Association, Tokyo
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Tsuki (Mond) Wie der Berg Fuji zählt der Mond zu den Motiven der traditionellen japanischen Künste. Der Name Sogetsu bedeutet "Gras und Mond". Das Logo der Sogetsu-Schule, die abnehmende Mondsichel, hat seinen Ursprung im Wappen, das der Familie des Gründers vom Kaiser verliehen wurde. Es bezieht sich auf das Gedicht: "Es gibt keine Berge in Musashino, dort steigt der Mond aus den Gräsern und sinkt wieder in die Gräser zurück." Es gibt eigene Gefäße in Mondform aus Holz, Metall oder Keramik. Üblicherweise gelten für diese Arrangements bestimmte Gestaltungsregeln. Im Jiyubana (Freier Stil) sind auch Kombinationen mit anderen Themen möglich.
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Fune (Boot) Ikebana-Gefäße in boot-ähnlichen Formen sind aus Holz, Bambus, Keramik oder Metall angefertigt. In der klassischen Auffassung wird das Gestaltungsmaterial "Segelblume", "Ruderblume" oder "Seilblume" genannt, andere Pflanzen bilden die Ladung. Das Gesteck kann die Fahrtrichtung - ausfahrend, heimkehrend - oder das im Hafen ruhende Schiff andeuten. Blätter - ganz oder zugeschnitten - lassen sich als Segel verwenden.
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Higaki (Zaun) Bambus-Zäune sind ein unverzichtbares Gestaltungselement japanischer Gärten. Oft wählt der Architekt zuerst Höhe, Farbe und Stil des Zauns und überlegt erst dann die weitere Anlage. Für die Benutzer ist es wichtig, sich in einem Raum geborgen zu fühlen, der dem Auge gut tut und Ruhe ausstrahlt. Nicht die Funktion als Einbruchsschutz ist bei einem japanischen Zaun wichtig, sondern die Augenweide. Um das Gefühl der Intimität zu verstärken, können verschiedenartige Zäune mit Hecken und Zierbäumen kombiniert werden. Der sanft gebogene, niedrige "Ärmelzaun" findet seine Entsprechung in Ikebana-Gefäßen. Als Material kann man z.B. Bambus, Schilf, Binsen, Schachtelhalm verwenden. Die Verbindung erfolgt durch Stecken, Kleben, Binden. Auch Zweige oder zusammengewachsener Efeu sind gut geeignet.
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Hashi (Brücke) Brücken sind ein klassisches Motiv japanischer Kunst. Daher wurden sie gerne von Exponenten der europäischen Moderne übernommen, wie Vincent van Gogh (1853 - 1890) und Vertreter des Jugendstils. Hashi werden aus Rundhölzern hergestellt, gewölbt oder mit Pergolen versehen. Einige sind hoch genug, um mit dem Boot darunter fahren zu können. Im Ikebana lassen sich die charakteristischen Brücken gut darstellen. Auch Steine können sie symbolisieren. Verbindend wirken auch Reben, Zweige, Halme, Stiele oder Blätter in einem oder mehreren Gefäßen.
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Yatsuhashi (Die acht Stege) Sie gehen auf den Ise-Roman aus dem 11. Jh. zurück. Die Erzählung schildert die abenteuerliche Reise des Prinzen und Dichters Arihara no Narihira. Sie führt ihn zu einem Teich, den er auf acht Stegen überqueren muß. Die Bretter sind im Zick-Zack gelegt und wer sie achtsam geht, kommt in den Genuß, die blühenden Iris zu betrachten. Viele Ikebanaschulen ließen sich von den "acht Stegen" inspirieren und kreierten Iris-Arrangements in großen Schalen, wobei die Form des Untersatzes an den Zick-Zack-Steg erinnert. Eine andere Möglichkeit ist es, die Stege mit Brettern in einer Wanne anzudeuten. In kleineren Gefäßen lassen sie sich durch zusammengefügte geradlinige Materialien darstellen.
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Ryusui (Fluß), Nami (Wellen) Das Wassermotiv ist eines der beliebtesten in den traditionellen japanischen Künsten. Im Steingarten ersetzen weißer Flußsand, Kies und Kieselsteine das Wasser. In Klostergärten symbolisieren sie das Leben der Mönche (Arbeit - Meditation - Erleuchtung). Mit besonderen Holzrechen werden die verschiedenen Muster geharkt. In ihrer Würde und Vollkommenheit steckt viel Mühe, Technik und Erfahrung, dennoch wirken sie wie von selbst entstanden. Der frühere Iemoto der Sogetsu-Schule, Hiroshi Teshigahara, hatte sich auf großformatige Installationen mit Bambus spezialisiert. Dazu zählen kreative Darstellungen zum Thema „Welle“. In kleineren Arrangements lässt es sich gut mit Blättern ausdrücken, die man z. B. schichtet, rollt oder schlitzt. Ähnliche Effekte sind mit non-floralem Material zu erzielen. Das Thema „Fluss" kann man u. a. mit gedrehten Zweigen, Reben und schlangenförmiger Gefäßen zum Ausdruck bringen.
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Taki (Wasserfall) Sansui (Berg und See) In der gebirgigen Landschaft der japanischen Inseln sprudeln unzählige Bäche und Wasserfälle. Der Wasserfall bei Nikko diente oft als Modell für Nachbildungen in japanischen Gärten. Seit der Heian-Zeit (8.-12.Jh.) zählt Wasser zu den wichtigsten Gestaltungselementen der adeligen Parks. Wasserfälle bieten Freiräume für die Phantasie. Auch Maler bedienten sich seit alters her gerne dieses Motivs, ebenso die Ikebanakünstler. Sie wählen dazu beispielsweise Gräser, Blätter, hängende Zweige oder unkonventionelles Material. Dieses Thema eignet sich auch gut zur Kombination mit Sansui (Berg und See). Im Land der mehr als 6800 Inseln sind Bildmotive des Wassers wichtig. Im Ikebana bevorzugt man zur Umsetzung eine große, flache Schale, die viel Wasser sehen lässt. Sein Anblick erinnert an einen kühlen See. Der „Berg“ kann als Umriss dargestellt werden (z.B. mit einem entsprechend geformten Zweig). Landschaftsarrangements variieren das Thema „Berg und See“ mit Pflanzen und Steinen.
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Rückblick |
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