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  mit Doris Wolf (Ko En)

 

Sogetsu Teachers‘ Association, Tokyo

 

 

 

 

 

Es war einmal – neu interpretiert

 Manche Behälter sind Lieblingsgefäße, die man gerne gebraucht, andere bleiben oft  lange Zeit unbenutzt. Mit neuen Ideen oder Materialien entfalten gerade sie überraschende Wirkungen. Getrocknete, gefärbte, gebleichte oder unkonventionelle Materialien lassen sich immer wieder in anderer Weise arrangieren. Es ist nicht möglich, ein Ikebana zu wiederholen, weil es nie zwei gleiche Blumen gibt. Doch kann das, „was einmal war“ als Inspiration für etwas Neues dienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bewegung

Obwohl Ikebana ein statisches Kunstwerk ist, kann es Bewegung ausdrücken. Dies geschieht z.B. durch das Betonen von gebogenen Zweigen oder Stielen, gedrehten Drähten oder Blättern, die wie schwebend wirken. Frische Blumen ergänzen diese Elemente. Man kann sich auch als Thema ein Wort aussuchen, das Bewegung ausdrückt wie z.B. schweben, rollen, fließen, …

 

 

 

 

 

Blitzen

Fallen

Rollen

 

 

 

Kreisen

Springen

Sprühen

 

 

 

Umkreisen

Sprudeln und spritzen

Umkreisen

 

 

 

Schweben

Ausbrechen und spritzen

Umrunden

 

 

 

 

 

Schweben

Spritzen

 

 

 

Fächer

Zum Höhepunkt des Faschings, dem Wiener Opernball, passt das Kursthema „Fächer“. Diese waren in Europa seit der Barockzeit in den oberen Gesellschaftsschichten weit verbreitet, es gab sogar eine eigene „Fächersprache“ und „Fächerakademien“. Die Accessoires der Ballkultur waren aus kostbarem Material: Rippen aus geschnitztem Elfenbein, Perlmutt, Schildpatt, Horn sowie bestickte Seide und künstlerisch bemaltes oder bedrucktes Papier für das Fächerblatt. Ende des 19. Jahrhunderts kamen Faltfächer aus Spitze und (Straußen-) federn in Mode.

In Japan zählt das Motiv des Fächers (Ogi) zu den beliebtesten Motiven in der Kunst. Faltfächer und Blattfächer waren seit dem 7. Jahrhundert Gegenstand der höfischen Etikette. Herrscher verwendeten Befehlsfächer (Gunbai) wie einen Kommandostab. Adelige erfanden als Zeitvertreib ein Spiel, bei dem sie bunte Fächer in Wasserläufe warfen. Das Motiv der „fliegenden Fächer“ findet sich bis heute auf Kimonos und kunsthandwerklichen Objekten. Fächer lassen sich in Ikebana gut darstellen. So ähneln Bergenienblätter dem „Sommerfächer“, der nur auf einer Seite bemalt und nicht zusammenlegbar gestaltet ist. Blätter der Fächerpalme können frisch, getrocknet, gefärbt … verwendet werden. Ebenso ist es möglich, historische oder moderne, auch selbst gemachte, Fächer in das Arrangement zu integrieren. Es gibt Gefäße und Unterlagen in Fächerform.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Komposition mit kahlen Zweigen

Garyubai „schlafender Drache“, Tsutsunuki, der „durchstechende Zweig“, Mizukuguri, der „eintauchende Zweig“

In der kalten Jahreszeit bieten sich unbelaubte Zweige als Ikebana-Material an. Der Vorteil ist die gut erkennbare Wuchsform, die mit speziellen Arrangements zur Geltung gebracht werden kann. Ikebana mit kahlen Zweigen erinnert in seiner Wirkung an Kalligraphien.

 Dem Motiv Garyubai „schlafender Drache“, ist mit dem Pflaumenpark von Kameido in Tokyo verbunden. Bedeutende Künstler wie Utagawa Hiroshige (Zehn Ansichten von Edo, 1857) und Vincent van Gogh widmeten sich dem Motiv. Es besagt, dass ein umgefallener Baum frische Triebe bringt. Dies lässt sich in Ikebana darstellen, wenn aus einem knorrigen Ast oder starkem, trockenem Holz mehrere junge Zweige herauswachsen.

 Tsutsunuki, der „durchstechende Zweig“, ist eine optische Täuschung bei Nageire. Er liegt an der äußeren Gefäßwand an, setzt sich unsichtbar im Gefäß fort und erscheint wieder auf der gegenüberliegenden Seite. Das symbolisiert die Kraft der Pflanze und verweist auf den kommenden Frühling.

Bei Mizukuguri, taucht der im Kenzan befestigte Zweig in das Wasser ein und strebt wieder in die Höhe. Für diese Arbeit im Moribana-Stil wird eine größere Schale benötigt. Tsutsunuki und Mizukuguri sind bereits in klassischen Schulen bekannt und ebenso im modernen Ikebana interessant. Eine Kombination von Schale und Vase wirkt attraktiv.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berg Fuji

 Das wohl häufigste japanische Motiv ist der Berg Fuji. Der gleichmäßig kegelförmige Vulkan ragt 3776 m auf der Hauptinsel Hondo im Südwesten der Ebene von Tokyo empor. Ein Künstler der Edo-Zeit (1603-1868) betitelte sein Wandbild (Kakejiku) "Wunderbarer Anblick des Landes der Götter". Damit umschreibt er den Rang des höchsten Berges, auf dem nach der Überlieferung die Gottheiten thronen, die das Land beschützen. Die markante Form des Fuji wird im Ikebana u. a. mit Zweigen dargestellt, die  den Umriss des Berges haben. Man kann auch ein annähernd dreieckiges Gefäß verwenden oder das Thema „Feuer“ kombinieren. Dabei bietet sich rotes Material an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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