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Ikebana-Chronik von Ro Han und Ko En

 

Kirschblütenfest

 

 

 

 

Ikebana-Kurse

 

Kreativkurs

 

  mit Doris Wolf (Ko En)

 

Sogetsu Teachers‘ Association, Tokyo

 

 

 

 

 

Chrysanthemenfest

 

Das Chrysanthemenfest (kiku no sekku) am 9. 9. ist eines der fünf japanischen Feste, die den Übergang der Jahreszeiten markieren. Als eine der ältesten Zierpflanzen der Welt ist die Blume seit 2000 Jahren bekannt. Der Thron des Kaisers heißt „Chrysanthementhron“. Die 16-blättrige Blüte gilt als Nationalblume und wird als internationales Symbol – z. B. auf Reisepässen - verwendet. Das Chrysanthemenfest war ursprünglich ein Hofzeremoniell der feierlichen Übergabe von Chrysanthemen-Arrangements bei einem Festessen.

 

Während Chrysanthemen in Österreich zu Unrecht als Allerheiligenblumen gelten, feiert man in der deutschen Schwarzwaldgemeinde Lahr alljährlich Ende Oktober ein Chrysanthemenfestival. In den USA, z.B. Longwood Gardens in Pennsylvania - werden in Glashäusern und botanischen Gärten eindrucksvolle Chrysanthemenausstellungen veranstaltet.

 

Besonders im Herbst sind spezielle Sorten erhältlich. Aus den vielen Züchtungen in verschiedenen Farben und Formen lassen sich Arrangements mit unterschiedlicher Aussage gestalten. Sie finden beim traditionellen genau so wie beim modernen Ikebana Verwendung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fußbodenarrangement (5-9)

 

 Beim jüngsten Ikebana-Seminar mit Koka Fukushima in Wien standen Fußbodenarrangements, auch kombiniert mit Renga, auf dem Programm.  

Bei einem Ikebana vom Boden weg beginnt man mit der Wahl des Platzes, an dem das Arrangement steht. Zu beachten ist die geänderte Blickrichtung von oben. Jede Größe, Moribana oder Nageire ist möglich. Vorsicht ist wegen der Stabilität und eventueller Beschädigung des Untergrundes geboten. Unterlagsplatten u. ä. sind erlaubt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welttiertag

 1929 tagte der Internationale Tierschutzkongress zum dritten Mal in Wien. Vertreter von 152 Vereinen aus 32 Ländern nahmen teil. Sie beschlossen die Einführung eines Tierschutztages am 4. Oktober, dem Gedenktag des Tierpatrons Franz von Assisi. Zwei Jahre später fand der erste Welttierschutztag statt. Für etliche Pfarren, so auch beim Stephansdom, ist er Anlass einer Tiersegnung. Der Franziskus-Tag ist bei den christlichen Kirchen der Schlusspunkt der "Schöpfungszeit", die vom 1. September bis 4. Oktober dauert und dem Thema Umwelt gewidmet ist.

Manche Pflanzen sind nach Tieren  benannt, wie die Flamingoblume (Anthurie) und Paradiesvogelblume (Strelitzie). Arrangements damit lassen sich verwenden, um den Gedanken des Welttiertags zu interpretieren. Auch Federn, Schneckenhäuser oder Jagdtrophäen sind attraktive Gestaltungselemente.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weltspartag

 Der Weltspartag wurde 1924 erfunden und ein Jahr später in Österreich eingeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es ihn ab 1952 wieder. 1956 empfahl der österreichische Sparkassenverband, die (1955 in Deutschland kreierte) Figur "Sparefroh" in den Mittelpunkt der Werbung zu stellen. 1965 wurde in Wien 3 eine Gasse nach dem Maskottchen benannt. Damals erfreuten sich Geschenke für Spareinlagen großer Beliebtheit. Im Alseum (Bezirksmuseum Alsergrund) gibt es ein eigenes "Sparefrohhaus" mit Weltspartagsgeschenken.

 Weil die Lunaria annua an Münzen erinnert, wird sie auch "Silberschilling" genannt. Ein passendes Material zum Thema Weltspartag. Sparbüchsen lassen sich als Gefäße umfunktionieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbereitung einer Ausstellung (5-25)

 Gute Planung ist hier besonders wichtig: Raum besichtigen, das Konzept mit den Teilnehmern besprechen (Raum, Präsentationsmöglichkeit, Thema, Größe, Zeit). Eine Skizze der geplanten Arbeit anzufertigen, kann hilfreich sein. Material und Wirkung sind zu überlegen.

 Konkrete Aufgabe: Anfang November findet in der StudioGalerie die Ausstellung „Sanze – werden, sein, vergehen“ (in Memoriam Alfred Wolf) mit Fotos und Ikebana statt. Dabei kann - muss aber nicht - das Thema Sanze gewählt werden. Auch die Motive der Fotos bieten Inspirationen. Es ist möglich, den Platz des Arrangements im Kurs auszuwählen und dieses vorzubereiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zimmerpflanzen

Beim Einräumen der Zimmerpflanzen aus dem Sommerquartier fällt manchmal auf, dass sie gewachsen sind oder sich reduziert haben. Frische oder trockene Blätter jeder Art und Größe sind für Ikebana geeignet. Z. B. Fensterblatt, Gummibaum, Palmlilie (Yucca), Schusterpalme, Palmfarn, Pelargonie. Abgestorbene Triebe können ungewöhnliche Formen haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verholztes

 Wenn sich die Natur auf ihren Winterschlaf vorbereitet, werden die Gartenblumen rar. Für Ikebana bietet sich Holz in allen Varianten an. Interessant geformte Zweige, Wurzeln, Rinde etc. bilden die Basis kreativer  Arrangements, die sich gut mit floralen Farbtupfern ergänzen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arrangement in einem künstlerischen Gefäß

Neben dem Material ist das Gefäß ein wesentliches Element eines Ikebana. Materialien wie Bambus, Porzellan, Keramik, Metall … aller Stilrichtungen sind geeignet. Sowohl Antiquitäten als auch Werke zeitgenössischer KünstlerInnen können Verwendung finden.

Das Thema passt gut in die festliche Weihnachtszeit. Das wertvolle Gefäß kann ein Geschenk sein, das man bekommen hat oder mit dem man jemandem eine Freude machen will. Edle Pflanzen steigern die Wirkung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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