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Taufe

 

 Die Taufe, das eingliedernde Ritual der Reinigung und Geisterfüllung, ist in der katholischen und in der evangelischen Kirche ein Sakrament. Es wird als so grundlegend betrachtet, dass in Notfällen jeder die Taufe spenden darf. Bei der Kindertaufe spielen die Paten eine wichtige Rolle, die an Stelle des Täuflings die Antworten beim Glaubensbekenntnis geben. Dadurch entsteht eine "geistliche Verwandtschaft" die sich in besonderer Verbundenheit äußert. Die wichtigsten Handlungen der kirchlichen Zeremonie sind: Übergießen des Kopfes mit Weihwasser, Salbung mit Chrisam, Überreichung des weißen Kleides, Entzünden der Taufkerze am Osterlicht. Der ursprüngliche Tauftermin für die erwachsenen Katechumenen war die Osternacht. Der Kirchenvater Ambrosius (um 339-397) berichtete, dass die neu getauften Erwachsenen mit brennenden Kerzen in die Versammlung der Gemeinde einzogen. Die persönliche Taufkerze ist zumeist besonders verziert. Das weiße Taufkleid ist ebenfalls schon aus dem 4. Jahrhundert bekannt. Es wurde bis zum Weißen Sonntag getragen. Auch die Weihe des Taufwassers in der Osternacht ist seit frühchristlicher Zeit bezeugt.

 

 

 

 

In Ikebana kann man die Symbole "Weiß" und Wasser darstellen. Blaue Blumen für Buben und rosa für Mädchen bieten sich an. Diese Farben bürgerten sich in den 1920er- Jahren für Babykleidung ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Namenstag

 

Nach altem Glauben ist der Name eines Menschen mehr als eine Bezeichnung, er ist untrennbar mit seinem Wesen verknüpft. Namen waren Wunschnamen wie Gertrud (gute Speerwerferin) oder Arbogast (übt Gastfreundschaft). Sie sollten Schönheit, Reichtum oder Tapferkeit auf den Träger herabrufen. Das europäische System der Namengebung war durch Benennung nach Vorbildgestalten innerhalb und außerhalb der Familie charakterisiert. Die ersten christlichen Jahrhunderte brachten Namen aus dem Alten Testament. Mit der Förderung der Heiligenverehrung durch die Orden im Mittelalter taufte man nach heiligen oder neutestamentlichen Personen und stellte das Kind unter den Schutz des Namenspatrons. Viele Pfarrer empfahlen den Namen des Kalenderheiligen am Geburtstag als Taufname. Eltern können ihren Kindern beliebig viele Vornamen geben, sodass die Patennamen dann oft an zweiter oder dritter Stelle stehen. Bis in die 1930er Jahre galt in vielen katholischen Familien der Namenstag als wichtiger als der Geburtstag, den die Evangelischen bevorzugten.

 

 

 

 

Zum Namenstag eignet sich, wie bei allen persönlichen Festen, Ikebana zum
Verschenken. Dazu kann man selbst gemachte Gefäße z.B. aus Papier oder verkleidete Flaschen und Dosen verwenden. Will man eine Vase verschenken, macht ein Ikebana darin doppelt Freude.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geburtstag

 

 Antike Völker feierten den Geburtstag als Festtag des persönlichen Schutzgottes (Deus natalis). Im Gegensatz dazu verpönten die Christen die "heidnische Sitte". Der Geburtstag Jesu, Weihnachten, wurde erst im 4. Jahrhundert festgelegt. Der Heiligen gedenkt man mit Ausnahme Johannes des Täufers und der Muttergottes nur an ihrem Todestag.
Die Ablehnung der Heiligenverehrung in der evangelischen Kirche brachte es mit sich, dass man dort eher den Geburtstag feierte, während die Katholiken den Namenstag begingen. Das hat sich inzwischen geändert. Klassische Gaben sind Blumen, Geschenkkörbe und die Geburtstagstorte mit der entsprechenden Anzahl an Kerzen und einer Lebenskerze, die bis zum Schluss brennt. Die anderen Kerzen soll das Geburtstag in einem Zug ausblasen, bevor es die Torte anschneidet. Es wird auf sein Wohl angestoßen und man singt "Hoch sollst du leben", oder "Happy birthday to you". Das öffentliche Begehen runder Geburtstage beginnt meist mit dem Fünfziger, zunehmend veranstaltet man auch zu halbrunden Geburtstagen Feste. Ab dem 70. kann man mit Besuchen von Pfarrern und Politikern rechnen. 90- und 100-Jährige erhalten Jubiläumsgeschenke. Das Feiern von Kindergeburtstags-Partys in Restaurants, aber auch Museen, anderen Räumlichkeiten oder zu Hause, hat sich mit eigenen Ritualen zum Brauch entwickelt. Eine Ikebana-Schnupperstunde kann dabei die Attraktion bilden.

 

 

 

 

Im Ikebana hängt die Auswahl der Blumen von der Jahreszeit ab, z. B. Tulpen im Frühjahr, Gladiolen im Sommer. Zahlen lassen sich gut mit blühenden Zweigen darstellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hochzeit

 

In Österreich werden jährlich rund 40.000 Ehen geschlossen. Man heiratet standesamtlich, oft auch kirchlich. Im Ritus nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil empfängt der Priester das katholische Brautpaar am Portal und geleitet es in die Kirche zur Messe. Nach der Homilie fragt er nach der Bereitschaft zur christlichen Ehe, Braut und Bräutigam geben einander das Ja-Wort und stecken einander die Eheringe an. Sie reichen sich die Hände, die der Zelebrant mit der Stola umwindet und das Paar feierlich segnet. Vor allem an die Feier der kirchlichen Trauung schließt sich ein Fest an. 

Die Hochzeit ist mit zahlreichen Bräuchen verbunden. Dazu zählen die Begleitung des Paares durch Blumen streuende Kinder und weiß gekleidete "Brautjungfern". Das weiße Brautkleid ist eine späte Entwicklung, Bürgerinnen trugen das (schwarze) Sonntagskleid, adelige Damen wertvolle Roben in verschiedenen Farben. Im ausgehenden 17. Jahrhundert wurden bei Hof hellere Farben modern. 1813 brachte das französische "Journal des dames" den ersten Bericht über ein weißes Hochzeitskleid. Nicht zuletzt wurde Kaiserin Elisabeth (1837-1898), die 1854 Kaiser Franz Joseph in weißem Seidenkleid mit Schleppe und langem Spitzenschleier heiratete, zu einem Vorbild der Brautmode. Für den Brautkranz und für Anstecksträußchen werden Myrthen verwendet. Die Myrte war in der Antike die Blume der Liebesgöttin Aphrodite. Es entwickelte sich der Brauch, dass die junge Ehefrau einen aus dem Brautkranz stammenden Zweig einsetzte. Sein Gedeihen sollte das beständige Eheglück symbolisieren und wurde daher entsprechend gepflegt. Die Braut trägt einen Strauß, den sie nach der Zeremonie den Unverheirateten zuwirft. Wer ihn auffängt, soll als nächste heiraten. Nach der Trauung lädt man zur Agape ein, Ehrengäste auch ins Restaurant. Manche Betriebe haben sich auf Hochzeitstafeln spezialisiert und organisieren das Programm. Dazu zählen das Anschneiden der mehrstöckigen Torte durch das Paar, Musik und Tanz. Bei der Hochzeitstafel wird die Braut von Freunden des Bräutigams "gestohlen" und in ein anderes Restaurant gebracht. Er muss sie suchen und durch Bezahlung der Zeche auslösen. 

Hochzeitsjubiläen werden seit dem 16. Jh. gefeiert, ausgehend von der "Goldenen Hochzeit" nach 50 und der "Silbernen" Hochzeit nach 25 Ehejahren. Inzwischen sind eine Reihe anderer dazugekommen, bis zur Kronjuwelenhochzeit nach 75 gemeinsamen Jahren.

 

 

 

 

Im Ikebana bieten sich rote Rosen als Symbol der Liebe für Geschenks-Arrangements an.

Zur Silberhochzeit kann man sie mit silbernem Material kombinieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jubiläum

 

Das Wort Jubilar kam im 18. Jahrhundert auf. Es werden zunehmend Jubiläen zu weltlichen Anlässen gefeiert, wie "runde" Geburtstage, Jubelhochzeiten, langjährige Betriebszugehörigkeit oder Bestandsjubiläen von Firmen. Wenn ein Produkt (z.B. Auto) eine bestimmte Produktionszahl erreicht hat, ist dies ebenso mit einem Ritual verbunden, wie der Empfang eines 10.000. Ausstellungsbesuchers. In der Kirche bestimmte Papst Bonifaz VIII. (1230-1303) das Jahr 1300 zum ersten christlichen Jubeljahr. Biblisches Vorbild war das Jobeljahr (hebr. yôvel Widderhorn, das zu Beginn eines solchen Jahres geblasen wurde) des Alten Testaments (Lev 25, 8-13). Es sollte nach 7 x 7 Jahren  soziale Ungerechtigkeiten ausgleichen - Schuldenerlass, Rückgabe gekaufter Felder - und als heilig gelten. Nach dem Wunsch von Papst Bonifaz sollte alle 100 Jahre ein "Heiliges Jahr" stattfinden. Seine Nachfolger riefen verschiedentlich nach 50, 33 (Lebenszeit Jesu) oder (seit 1475) 25 Jahren eines aus. Aus diesem Anlass öffnet der Papst symbolisch die sonst vermauerten Heiligen Pforten der Hauptkirchen Roms und erteilt den Jubiläumsablass

 

 

 

 

Die Sogetsu-Ikebana Schule feierte 2017 ihr 90-Jahr-Jubiläum und kreierte dafür ein eigenes Logo. Dieses inspirierte mich zu einem Wandarrangement aus gebogenen Weidenzweigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tod

 

Der Abschied von einem geliebten Menschen ist immer mit Trauer verbunden. Viele Hinterbliebene finden Trost, wenn  sie das Grab besuchen und schmücken. Grabstätten sind die ältesten Zeugnisse menschlicher Zivilisation. Hochkulturen, wie in Ägypten, entwickelten komplizierte Totenkulte, bauten verstorbenen Herrschern Pyramiden und Nekropolen. Im antiken Griechenland lagen die Totenstädte außerhalb der Siedlungen. Reiche Römer ließen sich entlang der Ausfallstraßen begraben und Monumente setzen. In den Katakomben, einer ausgedehnten, unterirdischen Totenstadt, wurden die Leichen in Nischen (Columbarien) eingemauert. Das Christentum legte Begräbnisstätten in und um Kirchen an, da man sich von der sakralen Umgebung die beste Ruhe für die Verstorbenen versprach. Sowohl der Ort wurde von einem Priester geweiht, als auch das Begräbniszeremoniell von einem Geistlichen geleitet. Beerdigungen folgen einem bestimmten Ritual. Der Sarg ist mit einem Gesteck verziert, die Aufbahrungshalle mit Kränzen und Buketts und dekoriert, die dann auf die letzte Ruhestätte gelegt werden. Traditionelle Totengedenktage sind Allerheiligen und Allerseelen oder Jahresfeste wie Ostern, Muttertag und Weihnachten, auch zu persönlichen Anlässen, wie Geburtstagen werden die Gräber geschmückt.

 

 

 

 

Da der Grabschmuck dem individuellen Geschmack überlassen bleibt, kann auch in Ikebana-Art erfolgen. Gerne werden dabei die Lieblingsblumen der Verstorbenen verwendet. Das Gedenken am Todestag zu Hause lässt sich nicht nur mit angezündeten Kerzen, sondern auch mit einem ausdrucksvollen Ikebana gestalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr über Bräuche in Österreich von Helga Maria Wolf unter:

https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/ABC_zur_Volkskunde_%C3%96sterreichs